Bewertung
Falsch. Das Bild wurde mit Künstlicher Intelligenz manipuliert.
Fakten
Das vollständige Spiel mit dem 7:1-Sieg der deutschen Nationalmannschaft gegen Curaçao in Houston lässt sich in der ARD-Mediathek noch bis 21. Juni 2026 abrufen. Dort ist auch das Elfmeter-Tor von Stürmer Kai Havertz zum 3:1 in der 49. Spielminute und der anschließende Jubel von Fans zu sehen (ab 01:49:00).
Die Originalaufnahmen zeigen: Der Mann mit der angeblichen Hitler-Optik ist nicht unter den Zuschauern. Der Fan, der mit einer Deutschland-Flagge in den Händen auf der Tribüne steht, hat in Wirklichkeit kurze, helle Haare und trägt einen leichten Stoppelbart (bei 01:50:43). Bis auf das Gesicht stimmen alle Details sowie wie Mimik und Gestik der danebenstehenden Fans überein. Das Bild wurde also manipuliert.
KI-Bild enthält digitales Wasserzeichen von OpenAI
Das bestätigt eine Analyse nach der sogenannten SynthID, einem unsichtbaren digitalen Wasserzeichen, mit dem Anbieter wie Google und OpenAI die von ihren Tools generierten KI-Inhalte kennzeichnen. «Dieser Inhalt wurde mithilfe von OpenAI-Tools generiert», heißt es, wenn das Bild im OpenAI-eigenen Verifizierungstool hochlädt. «Wir haben ein SynthID-Wasserzeichen entdeckt, das von OpenAI stammt.»
Ebenfalls mit Hilfe von KI erstellt wurde ein Video, das auf Grundlage der gefälschten Aufnahme basiert. Es zeigt diese als animierte Szene, in der ein Teil der Fans den rechten Arm zum Hitlergruß ausstreckt. Dass auch dieser Clip mit KI erzeugt wurde, zeigen typische KI-Fehler, wie die willkürlich springende Sekundenzahl in der Spielzeitangabe.
(Stand: 16.6.2026)
