Bewertung
Die Angaben sind zum Teil korrekt, doch der Vorfall ereignete sich bereits 2021. Der Attaché erhielt eine Strafe.
Fakten
Die Ukraine ist ein Land mit vergleichsweise hoher Korruption, nachzulesen im Korruptionswahrnehmungsindex von Transparency International und bei der Weltbank. Seit etwa 2014 geht das Land zwar stärker dagegen vor und setzt Reformen um. Die ukrainischen Behörden decken aber weiterhin Fälle von Korruption auf.
So wurde Anfang 2026 der frühere Energieminister Herman Haluschtschenko festgenommen und wegen Geldwäsche angeklagt. Der aktuell verbreitete spektakuläre Goldfund liegt jedoch schon deutlich weiter zurück.
Schmuggelversuch mit Konsequenzen
Eine Bilderrückwärtssuche führt zu einem Artikel der «Deutschen Welle» von März 2021. Damals berichteten mehrere Medien darüber, dass der ukrainische Geheimdienst SBU gegen Personen ermittelt, die unter anderem 140.000 US-Dollar, rund 67.000 Euro und weitere Wertsachen von der Ukraine über die EU-Grenze nach Polen zu transportieren versuchten.
Unter den Verdächtigen befand sich tatsächlich ein Attaché der ukrainischen Botschaft in Polen. Insgesamt gab es zwei Mitarbeiter, die später von der Botschaft zurückberufen wurden, wie der damalige ukrainische Außenminister Dmytro Kuleba am 1. März 2021 auf Facebook verkündete. Gegen sie werde ermittelt.
Der Fall führt auch zu Konsequenzen: Das ukrainische Medium «Kovel Media» berichtete im Jahr 2022, dass die beschlagnahmten Güter in den Staatshaushalt der Ukraine überstellt worden seien. Gegen den Diplomaten sei eine Geldstrafe von 26,8 Millionen ukrainischen Hrywnja (rund 500.000 Euro) verhängt worden.
(Stand: 8.5.2026)
