Bewertung
Nein, es viele Ansätze, die Materialien wiederzuverwenden. Das Recycling der Rotorblätter stellt die Branche dennoch vor Herausforderungen.
Fakten
Für die meisten Komponenten von Windkraftanlagen, darunter Stahl, Zement, Kupfer oder Elektronikteile, gibt es etablierte Recyclingverfahren für eine umweltgerechte Entsorgung oder Wiederverwertung. Heute sind bereits etwa 90 Prozent recycelbar, wie beispielsweise beim Umweltbundesamt zu lesen ist.
Ausgediente Rotorblätter stellen eine Herausforderung dar: Die Wiederverwertung ihrer Bauteile ist schwierig, da sie teils aus Verbundkunststoffen wie Carbonfasern oder Glasfasern bestehen. Die verschiedenen Materialien lassen sich teils nur schwer trennen. Darüber wird breit berichtet (etwa hier, hier oder hier).
Aktuell beinhalten Lösungsansätze hierfür zum Beispiel ein Umfunktionieren der Bauteile etwa in Brücken oder Möbeln. Die Verbundstoffe können auch zerkleinert und in der Zementproduktion verwendet werden. Auch Pyrolyse, wobei die Stoffe durch starke Erhitzung getrennt werden, sei möglich – was allerdings sehr energieintensiv ist.
Branche arbeitet an Lösungen
Beim Fraunhofer-Institut für Windenergiesysteme (IWES) heißt es, das Recycling-Problem von Rotorblättern sei «aufwändig, aber lösbar». Auch Energieunternehmen wie RWE oder EnBW schreiben auf ihren Websites über unterschiedliche Lösungsansätze für die derzeitigen Herausforderungen.
In den USA gibt es Deponien für Rotorblätter. In Deutschland ist eine solche Abfallentsorgung verboten.
(Stand: 11.5.2026)
