Russland drängte in den vergangenen Jahren mehrfach auf UN-Resolutionen „gegen die Verherrlichung des Nationalsozialismus“. Nach dem russischen Überfall auf die Ukraine im Jahr 2022 wurde diese Initiative zunehmend genutzt, um die Darstellung des Kremls zu untermauern, dass die Ukraine Neonazis unterstütze – ein wichtiger Grund, warum viele westliche Länder von einer Enthaltung zu einer Ablehnung übergegangen sind. Als ein UN-Ausschuss im November 2025 die Resolution erneut verabschiedete, hieß online, dass das „Nein“ der Europäischen Union einer Unterstützung des Nationalsozialismus gleichkomme. Die Debatte während der Sitzung und Experteneinschätzungen zeigen jedoch, dass diese Interpretation irreführend ist.