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Corona-Impfstoffe haben Millionen Leben gerettet

Während der Corona-Pandemie verbreiteten verschiedene Personen Behauptungen über angeblich massenhafte Todesfälle durch Impfstoffe. In einem Facebook-Beitrag wird Mike Yeadon mit der Behauptung zitiert, Impfstoffe hätten «inzwischen über 17 Millionen Menschenleben gefordert». Der «Hauptgrund» der Impfkampagne sei laut Yeadon, «die menschliche Fruchtbarkeit zu verringern und so die Weltbevölkerung zu reduzieren».

Bewertung

Die Behauptung ist falsch. Gesundheitsbehörden dokumentieren weltweit lediglich sehr wenige Todesfälle, die mit den Covid-19-Impfungen in Verbindung gebracht wurden.

Fakten

Gesundheitsbehörden weltweit erfassen Verdachtsfälle von unerwünschten Effekten nach Corona-Impfungen. Das Risiko von Nebenwirkungen ist vergleichsweise klein, dafür sind Geimpfte vor schweren Krankheitsverläufen geschützt. Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) weist darauf hin, dass Todesfälle nach einer Impfung verschiedene Ursachen haben können.

Fachbehörden mehrerer Staaten veröffentlichen konkrete Zahlen zu Verdachtsfällen. Die australische Arzneimittelbehörde TGA meldete beispielsweise bis 2023 insgesamt 14 Todesfälle, die im Zusammenhang mit Covid-19-Impfungen stehen, verabreicht wurden im gleichen Zeitraum fast 65 Millionen Dosen Impfstoff.

Verdachtsmeldungen sind keine bestätigten Todesfälle

Die japanische Gesundheitsbehörde habe Anfang Mai 2023 einen ersten Todesfall im Zusammenhang mit der Corona-Impfung gemeldet, berichtet die «Japan Times». Zu diesem Zeitpunkt waren dem Artikel zufolge bereits 382 Millionen Impfdosen verabreicht worden.

In Deutschland ist das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) für die Überwachung und Beurteilung von Impfnebenwirkungen und somit auch möglichen Todesfällen zuständig. Es stellte 2024 einen Bericht über «Verdachtsfälle von Nebenwirkungen und Impfkomplikationen nach Impfung zum Schutz vor Covid-19» vor.

Dort wird von 74 Fällen berichtet, in denen ein Zusammenhang mit den Corona-Impfstoffen möglich oder gar wahrscheinlich ist (Seite 23). Das Durchschnittsalter der Verstorbenen lag bei 70,81 Jahren.

Insgesamt seien fast 200 Millionen Dosen in dem Zeitraum verabreicht worden. In dem Bericht wird betont, dass bei einer zeitliche Nähe zwischen Impfung und Tod nicht automatisch ein kausaler Zusammenhang besteht.

WHO sieht Millionen gerettete Menschenleben

Während der Pandemie starben weltweit Millionen Menschen an Covid-19, wie etwa beim Deutschen Ärzteblatt nachzulesen ist. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) registrierte mehr als sieben Millionen bestätigte Todesfälle durch die Krankheit, die tatsächliche Zahl dürfte wegen Untererfassungen noch höher liegen. Die WHO schätzt, dass Corona-Impfungen allein in Europa mindestens 1,4 Millionen Menschenleben gerettet haben.

(Stand: 28.04.2026)

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Corona, Gesundheit

Autor(en): dpa

Ursprünglich hier veröffentlicht.

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