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Bund hat Gehälter für Zivilbeschäftigte von den USA zurückerhalten

Seit Monaten wird in der Bundesregierung um die Verteilung von Geld gestritten. Nun kursiert auf Facebook ein Video, das einen Ausschnitt aus der Bundespressekonferenz vom vergangenen Herbst zeigt. Darin wird behauptet, dass Deutschland die Gehälter der in Ramstein in Rheinland-Pfalz stationierten US-Soldaten zahle. Stimmt das?

Bewertung

Nein. Der Bund ist nur vorübergehend eingesprungen und hat wegen der US-Haushaltssperre im Herbst 2025 die Gehälter der Zivilbeschäftigten des US-Militärs in Deutschland vorgestreckt – nicht jene der Soldaten. Im Dezember des vergangenen Jahres haben die USA das Geld zurückgezahlt, wie das Land Rheinland-Pfalz damals mitteilte.

Fakten

Im Oktober und November 2025 gab es in den USA wegen eines Haushaltsstreits den längsten sogenannten Shutdown in der Geschichte der Vereinigten Staaten. Bei solch einer Haushaltssperre wird den Regierungsbeschäftigten der USA in der Regel kein Gehalt gezahlt, bis sich der Kongress, also das amerikanische Parlament, auf einen neuen Haushalt geeinigt hat.

Für etwa 12.000 Beschäftigte des US-Militärs in Deutschland hätte das laut der Gewerkschaft Verdi einen Zahlungsausfall zur Folge gehabt. Nach Angaben von Verdi handelt es sich dabei nicht um US-Soldaten, sondern um deutsche Zivilbeschäftigte der USA, die zudem deutschem Arbeitsrecht unterstehen.

Der Bund ist daher im Herbst vorübergehend eingesprungen und hat die Gehälter für Oktober und November vorgestreckt. Im Dezember gab der Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz, Alexander Schweitzer (SPD) bekannt, dass die USA das Geld vollständig zurückgezahlt hätten.

Schon auf der besagten Pressekonferenz im Herbst hatte eine Sprecherin des Bundesfinanzministeriums gesagt, dass es eine Rückzahlung geben werde. Diese Aussage wurde für die verkürzte Videofassung auf Social Media abgeschnitten.

(Stand: 29.4.2026)

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USA, Politik, Wirtschaft

Autor(en): dpa

Ursprünglich hier veröffentlicht.

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