Bewertung
Bei fachgerechtem Bau, Betrieb und Rückbau führen Solarmodule nicht automatisch zu einer dauerhaften Verunreinigung des Bodens. Eine spätere oder parallele landwirtschaftliche Nutzung ist grundsätzlich möglich.
Fakten
In Solarzellen ist ein geringer Anteil Blei und manchmal auch Cadmium verbaut, bei denen es sich um toxischeSchwermetalle handelt. Bei Beschädigungen ist es theoretisch möglich, dass sie über längere Zeit ausgewaschen werden. Solange das Modul jedoch unbeschädigt ist, besteht keine Umweltgefahr durch Schwermetalle, schreibt die Landesanstalt für Landwirtschaft in Bayern.
Das gleiche Prinzip gilt für Glassplitter und Mikroplastik: Ein unbeschädigtes Modul gibt nicht einfach umweltschädliche Stoffe ab. Nur wenn es beschädigt ist, können Glassplitter und unter Umständen auch Mikroplastik in die Böden gelangen. Deshalb sollten beschädigte Module schnellstmöglich ausgetauscht werden.
Solaranlagen meist auf weniger wertvollen Flächen
Im Jahr 2025 war etwa zwei Drittel der bundesweiten Photovoltaikleistung auf Dächern und ein Drittel auf Freiflächen installiert. Sogenannte Photovoltaik-Freiflächenanlagen sollen laut Umweltbundesamt möglichst auf ökologisch und landwirtschaftlich weniger wertvollen Flächen stehen, wie etwa Parkplätzen oder entlang von Autobahnen und Schienen.
Sobald solche Parks im Freiland errichtet werden, greift das Pflanzenschutzgesetz, weshalb die Verwendung von Herbiziden grundsätzlich verboten ist. Ausnahmen werden von den Behörden nur unter strengen Auflagen genehmigt.
Solaranlagen könnten Renaturierung fördern
Solaranlagen können die Renaturierung fördern. Da der Boden über Jahrzehnte nicht gepflügt und weder gedüngt noch gespritzt wird, kann er sich intensiv erholen. Es gibt keine Hinweise darauf, dass die Flächen unter Solarmodulen nie wieder landwirtschaftlich genutzt werden könnten.
(Stand: 9.6.2026)
