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KI-Video täuscht «Trump»-Demontage am Kennedy Center vor

US-Präsident Donald Trump hat bei seinem Bestreben, wichtige US-Institutionen umzubenennen und mit seinem Namen zu versehen, eine herbe Niederlage vor Gericht kassiert. Ein Richter in der US-Hauptstadt Washington ordnete am 29. Mai 2026 an, dass Trumps Name wieder von der Fassade der weltberühmten Kulturinstitution Kennedy Center verschwinden muss. Im Netz verbreitet sich daraufhin Ende Mai ein Video, das angeblich die Demontage des Trump-Schriftzugs zeigen soll, während eine Menschenmenge jubelt.

Bewertung

Falsch. Die Buchstaben wurden bisher nicht von der Fassade entfernt, der Clip wurde mit Hilfe Künstlicher Intelligenz (KI) hergestellt.

Fakten

Aufnahmen des Gebäudes vom 1. Juni 2026 (etwa von den Nachrichtenagenturen AP und AFP) zeigen, dass an diesem Tag der Name «Donald J. Trump» weiterhin an der Außenwand prangte. Der im Netz weit verbreitete Elf-Sekunden-Clip einer angeblichen Demontage war aber schon zuvor in sozialen Medien aufgetaucht – etwa am 30. Mai unter anderem auf TikTok. Dort wurde das Video auch als KI-generiert gekennzeichnet.

Kurzum: Die richterliche Anordnung kam am 29. Mai, das Video kursiert im Netz seit 30. Mai, doch am 1. Juni war der Schriftzug in Wahrheit noch zu sehen.

Dass es sich im Clip um KI-Bilder handelt, erkennt man unter anderem an der fehlerhaften Darstellung an mehreren Stellen. So fehlen etwa in «Kennedy» und «Center» Buchstaben, «Donald» ist ein Mal falsch geschrieben. Obwohl die Buchstaben einzeln angebracht sind, fallen sie gemeinsam herunter, als einer losgelöst wird. Zudem gibt es in der Menschenmenge unnatürlich verschwommene Gesichter.

Kommt der Schriftzug weg oder nicht?

In seiner zweiten Amtszeit hatte ein von Trump kontrolliertes Gremium die Umbenennung in Trump Kennedy Center beschlossen und seinen Namen am Schriftzug hinzufügen lassen – zu unrecht, wie das Gericht nun feststellte. Eine solche Änderung sei dem Parlament vorbehalten.

Trump ordnete daraufhin an, die Verantwortung für die Kultureinrichtung komplett an den Kongress zu übertragen. Momentan haben dort seine Republikaner eine knappe Mehrheit.

US-Innenminister Doug Burgum bringt am 31. Mai im CNN-Interview (Video ab 7:20 Min.) auf die Frage, ob der Name innerhalb der vorgeschriebenen Frist von zwei Wochen von der Fassade entfernt werden würde, eine Berufung gegen die richterliche Anordnung ins Spiel. Es ist also nicht ausgeschlossen, dass Trumps Name weiter oder bald wieder an der Fassade zu sehen ist.

(Stand: 4.6.2026)

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USA, Künstliche Intelligenz, Politik

Autor(en): dpa

Ursprünglich hier veröffentlicht.

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